Mut und Veränderung, wie Pioniere, oder Inklusion geht wie?!

Die immer wieder aufkeimenden Diskussionen über Inklusion in Schulen und deren Nichtumsetzung wegen nicht vorhandener Sonderschulpädagogen etc. macht mich zunehmend wütend.

Das größte und vorrangigste Problem hierbei ist nicht nur die fehlende Lehrerschaft, zu große Klassen, Behinderung und/oder fehlende Rampen und Aufzüge, sondern das Schulsystem und die Bereitschaft Geld in die Bildung unserer Zukunft und Rentenzahler zu investieren.

Ja, ja, ja ich kann sie schon hören, die Skeptiker und Immernörgler und Nicht-Verändern-Woller. “Wie soll das gehen?” “Wer soll das finanzieren? und und und.

Manchmal muß man einfach mutig sein. Manchmal muß man etwas einfach machen, auch wenn es schwierig scheint. Wie das erste Mal von Dreier springen. Wir, Behinderte, müßen das oft und mitunter täglich.

Vielleicht hätte man 2009 einfach mal anfangen sollen Lehrer auszubilden und nicht drauf hoffen, daß ein beschlossenes Menschenrecht einfach vorbeizieht, wie ein Gewitter. Dann hätte man jetzt eine Menge mehr Lehrer und müßte nicht, wie in NRW gerade geschehen, einen Stopp in der Inklusion hinnehmen. Weiterlesen

Behindertensport, oder Besser Leichtathletik-EM 2018

Zum Thema habe ich eine Artikel gelesen in der Süddeutschen Zeitung, Rubrik Behindertensport,  24.07.2017, Deutschland sollte von London lernen”

Und Recht hat der junge Mann. 
Wieso schaffen wir es in Deutschland nicht den Behindertensport als ein vollständiges und wertiges Mitglied der Gemeinschaft Sport” anzusehen? London z.B. hat es geschafft eine positive Kampagne für und mit den Athleten mit Handicap auf die Beine zu stellen. In dieser haben sie die Athleten als Superhuman” dargestellt. Bravo! Weiter so! Wieso ist das zur kommenden Leichtathletik-EM 2018 in Deutschland nicht möglich? Liegt es auch an unserer nicht vorankommenden Inklusion und die Sichtweise auf diese? 
Einen „Spitznamen“ bekommen aufgrund von Anerkennung, Respekt und Wertschätzung und nicht aus Mitleid. Davon scheint Deutschland noch weit entfern. Fehlt es auch an aussagekräftigen und bekannten Werbeträgern? Und ich spreche hier nicht von großen oder kleinen Firmen, obwohl es auch an diesen massiv mangelt, sondern von Menschen mit einem hohem Bekanntheitsgrad, die für Sportereignisse werben. Mit oder ohne Behinderung, meinetwegen. Wie in London z.B. Prinz Harry. Gemeinsames werben von Athleten des selben Sports für die gleiche Veranstaltung. Sollte das nicht auch hier das Ziel sein? Die Doppel-Leichtathletik-Em in Berlin, 2018, steht schon vor der Tür. gibt es auch eine Doppel-Werbung? Fehlanzeige. Nachholbedarf!
Eine schöne bunte Internetseite für die normale” EM steht. Eine für die Para-Athleten? Ich habe keine gefunden, es gibt nichtmal einen Hinweis. Weiterlesen

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Das BarCamp als Vernetzungsplattform

Care Camp Köln. leider konnte ich nicht teilnehmen…

Johanna Brühl

Gerade komme ich vom Care Camp Köln wieder #CCK17 und bin noch voll im Twitter- Rausch. Es ist mittlerweile das dritte BarCamp, das ich besucht habe und so langsam, komme ich mit diesem Format auch in meine Komfortzone. Dieses Mal hat es wirklich Spaß gemacht, auf Twitter zu verfolgen, was gerade abgeht und was ich gerade verpasse. Trotzdem hat man noch mit den anderen Teilnehmern gesprochen und hat auch die Twitterer regelrecht in den Pausen aufgesucht, um mit Ihnen auch Face-to-Face ins Gespräch zu kommen. Für alle die sagen, Twittern ist etwas für Hipster und außerdem Zeitverschwendung, den muss ich nun sagen:

Twittern ist  Prozessbegleitung, Stimmungsabfrage, Wissensweitergabe, Dokumentation und Vernetzungsmedium. 

Auf dem BarCamp habe ich spontan auch eine Session angeboten und zwar ging es um mein Lieblingsthema „Netzwerkentwicklung“. Der genaue Wortlaut meiner Session hieß:

4 Tipps für den erfolgreichen Netzwerkaufbau .

Da ich in der Session von Andrea Brücken davor…

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Spiegel Artikel Nummer 19/6.5.2017

So heute endlich mal den Spiegel Artikel zu Inklusion gelesen. „Du Seuche“ super Titel. Haben die Autoren schon mal super ein rausgehauen nicht nur das sie auch wieder mit einer extrem krassen Geschichte anfangen, ist der Text eher „Bild“ würdig und auch hier steht wieder mal das der Niveauverlust im Vordergrund.

Dass wir über 80 verschiedene Formen inklusiver Schulgestaltung haben war mir auch noch nicht bewusst. Zeigt aber einmal mehr, warum das Gelingen anscheinend nicht das Ziel zu sein scheint. Auch das Phänomen das „Zappelhilippkinder“ zunehmend, nicht nur als ADHS Kids diagnostiziert werden, sondern auch zu Förderschülern erklärt werden, damit Geld in die Regelschulen zu bekommen, hilft irgendwie sogar nicht.

Als beim nächsten Absatz indirekt die Frage gestellt wird ob Inklusion hilft, hat es mich dann endgültig zerrissen. Stellen wir uns ernsthaft die Frage ob Inklusion hilft? Wobei? Wofür? Oder wo gegen? Weiterlesen

Kerl Allein zu Hause.

Kurztrip, wegen Arzttermin und Blutabnahme, vor Op- Menschen sind unaufmerksam. Bodenpersonal bittet mit Gepäck nach vorn zu kommen, um Bänder anzubringen. Für Handgepäck welches im Flugzeug verstaut werden muß. Alles geht noch vorne. Chaos. „Ach es ist noch gar kein Boarding?!“ „Ich bin nur nach vorne gekommen..“, so Einige. Businessmänner schon leicht genervt. Endlich Boarding, darf ich als Erstes gehen, nein? Erst Priority Boarding. Super Treppe runter, kein zugänglicher Aufzug, geht ja gut los. Aber hilfsbereit sind die Priority Boarder ja. Wollen helfen, ob ich die Treppe runter komme?! Jupp, irgendwie…

Im Flugzeug, Reihe vor mir: ausländische Studentin, studiert seit 7 Monaten in Essen, unterhält sich angeregt mit dem jungen Mann links neben ihr. Student?! Kontaktbörse Flugzeug. Viele Anzüge und Papierleser unterwegs. Zeit, Bild, Bücher, Alles dabei. Fliegen, Nebensache, vor 100 Jahren war das anders. „Degowski darf Namen ändern“, lese ich. Soll das so sein?! Frauenzeitschriften seh ich nur wenig.

Super in Berlin erstmal auf dem Rollfeld gelandet, sprich ich brauch einen extra Transport. Die Jungs haben Zeit. Berlin wa?! Gefühlt eine halbe Stunde später kommen die doch tatsächlich, mit einem normalen Behindertentransporter  und wollen mich die Treppe herunter tragen.  Ein bisschen mulmig ist mir dabei. Geklappt hat es immerhin. Als die Jungs mich am Gate absetzen, meinte der eine: ‘Na, jetzt nach Hause?“ Ich so: ‘Nee nur zu Besuch.„ Daraufhin er „Ist doch aber schön in Berlin wa?!“ „ Nee, Ich bin froh das ich hier nicht mehr wohne!“

Muttern hat mal wieder im Off geparkt. „Was für eine Katastrohe, ich dachte A, da ist gar kein Air Berlin. Ich mußte jetzt…“ „… und die Leute. Alles voll. Heute ist doch Montag … Müßen die nicht arbeiten..“ Das Übliche.

Einkaufen müssen wir noch, Idee was ich essen will?!?? Für Königsberger Klopse zu warm? Nie nicht! Geht immer. Kaffee, wir brauchen noch Kaffee, sonst haben „wir“ morgen nur drei in der Praxis. Erinnerinnern. Mist vergessen.

„Ich fang mal an zu kochen und mach uns ne schönen Kaffee.“  Uli kommt erst um 16 irgendwas, der wahr mit „den Boschis“ in Hamburg. Kurzes Telefonat, nein kommt doch früher. Kaffee mittlerweile fertig, Teilchen warten, kann losegehen. Oder auch nicht. Ich warte und arbeite in der Zeit bis beide wieder da sind. Das neue iPad, der Brief… Quatschen, diskutieren, essen, fernsehen, Bett.

Früh raus. In die Praxis zur Blutabnahme. Neuraltherapie. Patienten freuen sich mich mal wieder zu sehen. Dann schnell zum Frauenarzt, Zysten? Knoten? Nope, Alles gut. So jetzt?!? Jetzt noch schnell einen Kaffee und ein Stück Kuchen, beim Konditor noch ein bisschen arbeitstechnisch Besprechung, die Chance muß genutzt werden. Dann ab nach Tegel, zurück nach Hause. Check in super geklappt. Toiletten, nach Sicherheitszone im Piority Boarding? Ja. Behindertentoiletten? „Ne da müssen Sie wieder raus.“ Muss auch ohne gehen. Boarding, dank eines älteren Mitbürgers, der im Rolli sitzt, auch sehr geschmeidig. Mal sehen ob wir in Ddorf wieder auf dem Feld landen… offiziell nicht. Heute Mittelsitz, hmm. Mehr Touris, viele poofen.

Fliegen mit Turbulenzen, meine Achterbahn!?

Gelandet in Düsseldorf habe ich Glück gehabt, kein Rollfeld, mit Aufzug, dank des Rentners. So, wie komme ich jetzt zur Bahn? Ich frage einen der beiden Rotkreuzler, die „uns“ aus dem Flugzeug geholt haben. ‘Ach Ich bringe sie eben.“ Gesagt getan, hier so schön barrierefrei. Nun noch warten auf den Kerl, den am Aussteigeort nicht mehr barrierefrei, daher brauche ich meinen „menschlichen“ Aufzug.

Zu Hause, endlich.